Zum Inhalt springen (Kopie 6)Aktuelle Forschungsprojekte

Aktuelle Forschungsprojekte

Diese Seite gibt einen Überblick über die aktuellen Forschungsprojekte an unserem Institut. Wenn Sie auf die Titel klicken, erhalten Sie weitere Informationen.

Apl. Prof. Dr. Christian Tagsold hat 2019 eine Heisenberg-Stelle der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eingeworben, in deren Rahmen er über fünf Jahre hinweg drei Forschungsprojekte verfolgt. Alle Projekte befassen sich mit der Frage, wie in der Moderne duch kulturelle Übersetzungsprozesse im Austauch mit dem Westen für Japan das Eigene konstruiert wird.

Im Projekt Der Denkmalschutz der klassischen Moderne in Japan wird untersucht, wie Bauten ab den 1920er Jahren in jüngster Zeit unter Schutz gestellt wurden und wie in diesem Prozess moderne Architekturstile als Ausdruck von Japanizität umdefiniert werden. Im Kontext der massiven Immobilienblase der 1980er Jahre mussten viele alte Gebäude neuen, ertragversprechenderen Bauten weichen. Bürgerinitiativen und Architekturhistoriker setzten sich für ihre Rettung ein und auch die Denkmalschutzbehörden bemühten sich zunehmend um eine Unterschutzstellung. Damit ging allerdings ein Paradigmenwechsel im Denkmalschutz einher, der sich bis dahin vorwiegend auf vermeintlich »authentische« japanische Bauten vorwiegend im ländlichen Bereich bemüht hatte.

Das Projekt Die Idee der besonderen Naturverbundenheit der Japaner in kulturalistischen Diskursen der Meiji- und Taishō-Zeit analysiert die Annahme, es gäbe eine spezielle harmonische Liebe zur Natur, die sich auch in einer verfeinerten Ästhetik äußern würde. Dass man diese Annahme den nihonjinron, also den kulturalistischen Diskursen über Japanizität zuordnen kann, ist schon lange Konsens. Allerdings ist die Genese dieser Vorstellung noch nicht umfassend untersucht worden.

Schließlich setzt sich das Projekt Das japanische Diasporanetzwerk in Europa nach dem Brexit mit den Folgen des Rückzugs Großbritanniens aus der EU für die vielen in London lebenden Japaner/innen und den Auswirkungen auf andere Diasporastandorte wie Paris und Düsseldorf auseinander.  Bislang dominierte in der Diasporaforschung der Blick auf die Beziehung zwischen Zentrum und Peripherie, was im japanischen Fall Tōkyō und London bedeuten könnte. Im Heisenberg-Projekt werden dagegen die innereuropäischen Beziehungen zwischen einzelnen Diasporastandorten im Moment der Krise des Brexits genauer unter die Lupe genommen.

Ausführlichere Beschreibungen der Forschungsprojekte finden Sie auf der Seite des Heisenberg-Projekts:

  • Das japanische Diasporanetzwerk in Europa nach dem Brexit 
  • Der Denkmalschutz der klassischen Moderne in Japan 
  • Die Idee der besonderen Naturverbundenheit der Japaner in kulturalistischen Diskursen der Meiji- und Taishō-Zeit 

gefördert durch die Gerda Henkel Stiftung

Projektmitarbeiter:
PD Dr. Christian TagsoldKonstantin Plett, M.A.

In Düsseldorf sowie in den umherliegenden Städten leben ca. 8.000 Japanerinnen und Japaner, davon rund 5.500 in der Landeshauptstadt selbst. Der japanische Diasporastandort Düsseldorf war (damit) bis zu den 1990er Jahren der größte in Europa und ist heute immer noch der drittgrößte nach London und Paris. Anders als in London und Paris hat sich im Falle Düsseldorfs allerdings durch die vielen japanischen Institutionen und Geschäfte, wie dem Generalkonsulat, dem Japanischen Club e.V., der japanischen Schule oder den zahlreichen japanischen Restaurants eine sehr sichtbare und prägende Infrastruktur herausgebildet. Manche sprechen sogar von Klein-Tokyo am Rhein.

Der japanische Diasporastandort entstand in den 1950er-60er Jahren, als Unternehmen im Zuge von Japans Internationalisierungsstrategien begannen, global zu expandieren und in Europa Niederlassungen einzurichten. Diese Unternehmen entsandten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die für ihre temporären Aufenthalte von meist drei bis fünf Jahren ihre Familien mitnahmen. In NRW haben sich insgesamt ca. 500 japanische Unternehmen angesiedelt, in Düsseldorf selbst ungefähr 400. Düsseldorf war damals die Hauptstadt des wirtschaftlich stärksten Bundeslandes in Westdeutschland und galt als der "Schreibtisch des Ruhrgebiets". Auch der nahe Duisburger Hafen und die Nähe zur Bundeshauptstadt Bonn waren vermutlich Argumente für die japanischen Unternehmen, sich hier anzusiedeln. Doch trotz plausibler Theorien ist bis heute eigentllich unklar, warum genau die japanischen Unternehmen Düsseldorf als Standort wählten und wie die weitere Entwicklung der Verdichtung verlief.

Das Forschungsprojekt setzt hier an, indem es den wirtschaftshistorischen Kontext aufarbeitet. Auf theoretischer Ebene knüpft das Projekt sowohl an wirtschaftshistorische Forschungen als auch solche zur Diaspora an. Damit werden zwei Ansätze vereint, die bislang meist getrennt gedacht wurden: Die Diasporaforschung war oft blind gegenüber der Verflechtungen von Diasporen mit wirtschaftlichen Entwicklungen. Die Wirtschaftsforschung wiederum hat bisher entweder großräumiger argumentiert oder nur einzelne Unternehmensgeschichten in den Fokus gestellt, aber sich wenig mit Fallstudien zu einzelnen Wirtschaftsstandorten von ausländischen Unternehmen in der globalisierten Welt beschäftigt.

Das Projekt zeigt konkret, wie sich die wirtschaftliche Entwicklung und das Entstehen einer japanischen Infrastruktur wechselseitig verstärken: Erst ließen sich die Unternehmen nieder und als Folge entstand der Diasporastandort mit seinen Institutionen und Geschäften. Diese diasporischen Strukturen wiederum zogen weitere Unternehmen nach Düsseldorf. Insgesamt kann das Projekt somit auch theoretische Grundlage schaffen, um neuere Wirtschaftsstandorte, wie chinesische oder indische in Europa besser erklären zu können.

Das Projekt wird von der Gerda Henkel Stiftung über drei Jahre gefördert. Konstantin Plett führt im Rahmen einer Doktorarbeit wesentliche Teile der Forschung durch.

Ein von der DFG gefördertes Forschungsprojekt (2018–2021, Nr. 398020202)

Projektmitarbeiter/innen:

 Prof. Dr. Andrea Germer Jasmin Rückert M.A. 

Diese empirische und theoretische Untersuchung arbeitet geschlechtliche Dimensionen der Ästhetik in der Propaganda japanischer illustrierter Zeitschriften heraus, die während des sogenannten 15-jährigen Krieges (1931–1945) an einheimisches und ausländisches Publikum gerichtet war. Propaganda-Zeitschriften trugen zur Herstellung und Verbreitung faschistischer Vorstellungen und Bilder bei, während sie sich gleichzeitig der transkulturellen modernistischen Ästhetiken der Zeit bedienten. Dieses Projekt zeichnet die geschlechtlichen und transkulturellen Ikonographien photographischer Propaganda-Zeitschriften nach und zeigt Verbindungslinien zu europäischen, sowjetischen und US-amerikanischen Vorbildern und Entsprechungen auf.

Bestehende Arbeiten zu geschlechtlichen und sexualisierten Phantasien europäischer und insbesondere deutscher Faschismen und deren Medialisierung werfen entsprechende Fragen nach Geschlechterkonstruktionen im japanischen Faschismus auf, die in dieser Medienanalyse bearbeitet werden. Die ausgewählten Objekte dieser Untersuchung sind die Auslandszeitschriften NIPPON, FRONT und Manshū Gurafu sowie die im Inland verbreiteten Illustrierten Shashin Shūhō und Hōdō Shashin. Diese hatten hohe Auflagen und enge Verbindungen zur Regierung oder waren Vorreiter moderner Propagandamethoden. Die Analyse konzentriert sich auf die Frage, in welcher Weise visuelle Darstellungen insbesondere von Geschlecht, aber auch von 'Rasse', Ethnizität, Kultur und anderen Kategorien der Differenzierung für das 'Schreiben' eines vielgestaltigen und in Teilen widersprüchlichen faschistischen 'Skripts' genutzt wurden. In Auseinandersetzung mit der Forschung in japanischen und europäischen Geschichtsschreibungen zum Faschismus beschäftigt sich diese qualitative Medienanalyse mit den Beziehungen von a) Faschismus und Moderne und b) Propaganda und Visualität in Japan.

Ziele sind, 1) Medien- und Kommunikationsstrategien der visuellen Propaganda zu identifizieren; 2) geschlechtliche Repräsentationen im Verlauf des eskalierenden Krieges zu fassen; 3) eine intersektionale Diskussion von Theorien zu Faschismus, Rassismus, Visualität und Geschlecht zu entfalten. Das Projekt beinhaltet die Erstellung einer digitalen Datenbank der untersuchten Zeitschriften. Es bietet die Grundlage für zwei Promotionsarbeiten, welche die print mediascape (Appadurai 2008) der japanischen Kriegspropaganda untersuchen. Zudem unternimmt jede Arbeit eine vertiefte Kontextualisierung und Analyse jeweils einer Zeitschrift. Methodisch werden die wichtigsten und wiederkehrenden visuellen Tropen extrahiert und diskutiert. Strategien des Unsichtbarmachens wie etwa die visuelle Abwesenheit des Kaisers werden ebenfalls herausgearbeitet. Kooperationen in diesem Projekt beinhalten Methoden- und Studierenden-Workshops sowie ein Symposium. Kooperationspartner werden eingeladen, zu einem Sammelband 'Gendering Fascism' sowie zu einer öffentlichen Ausstellung zu visueller Propaganda beizutragen.

Gefördert von der DFG und der Ostasienstiftung der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf

Projektmitarbeiter/innen:

Prof. Dr. Andrea GermerDr. Kazuyoshi KawasakiAmi Kobayashi M.A.

In verschiedenen Regionen der Welt entwickeln sich gegenwärtig die Queer Studies und eröffnen dabei neue und intersektionale Perspektiven.Vermehrt melden sich in den letzten Jahren Theoretiker*innen in Asien, Afrika oder auch Osteuropa zu Wort und verbinden postkoloniale Theorie in neuer Weise mit ethno-sexuellen und menschenrechtlichen Fragestellungen. „Asia is Burning“, proklamierten 2017 Howard Chiang & Alvin K. Wong, Theoretiker eines „Queer Asia”. Sie stellen die Möglichkeit eines queeren Paradigmas für diese Region vor, das nicht nur Sexualitäten betrifft, sondern auch helfen soll, kategorische nationale und kulturelle Grenzziehungen der Geopolitik infrage zu stellen. Sie stellen damit eine Perspektive vor, aus der jede Region und Gesellschaft sowie ihre Beziehungen untereinander betrachtet und neue, transnationale Facetten beleuchtet werden können. Auch wir in Düsseldorf wollen Fragestellungen, in denen Geschlecht und Sexualität im Mittelpunkt des Erkenntnisinteresses stehen, mit einem Blick auf transnationaler Facetten und transkulturelle Dimensionen verbinden.  

Als Auftakt zu solchen neuen Fragestellungen innerhalb der Japanforschung in Düsseldorf organisierte das Team des Lehrstuhls Modernes Japan I (Gender und Kulturwissenschaften)  am 6.und 7. Juli 2018 das Symposium „Queerying Japan“ im Haus der Universität, zu dem wir acht Forscher*innen der Queer Studies aus Japan und ebenso viele Kolleg*innen aus Deutschland, den USA und Australien einluden. Gemeinsame Themen wurden hier vor dem Hintergrund unterschiedlicher politischer Kontexte bearbeitet. Dabei gingen wir in der Konzeption des Symposiums von einem kleinsten gemeinsamen Nenner aus: dass nämlich jedes Individuum mehreren sozialen Gruppen gleichzeitig angehört. Wir fragten: Wie beeinflussen Geschlecht und Sexualität diese sozialen Beziehungen und wie bestimmen sie die Lebenschancen der Menschen? Diese breiten Fragen diskutierten wir im Falle Japans, indem wir das Land durch die Linse von Gender und Queerness und entlang der Schnittstellen von Sozioökonomie, Politik und Kultur betrachteten. Unser Ziel war es, Sexualpolitiken als Strategien und Konzepte zu verstehen, die Bedingungen schaffen, welche die Kreativität, das Wohlergehen oder das Überleben von Menschen fördern oder behindern. Die Wissenschaftler*innen aus Ostasien, Europa, Australien und den USA kamen zusammen, um Lebenschancen queerer Menschen im heutigen Japan zu diskutieren und gleichzeitig transnationale und vergleichende deutsche, europäische und asiatisch-pazifische Perspektiven vorzustellen.

Der englische Bericht vermittelt einen Eindruck von den Beiträgen und Diskussionen des öffentlichen Symposiums sowie der vor- und nachgelagerten Vernetzungssitzungen. Beides wurde großzügig durch Mittel der DFG sowie durch die Ostasienstiftung (GFFD), die HHU Koordinierungsstelle Diversity und das Düsseldorfer LGBTIQ Jugendzentrum PULSgefördert und unterstützt. Ziel der Vernetzungssitzungen und des Symposiums war es auch, ein Netzwerk zu gründen, das nicht auf Japan und Deutschland beschränkt bleibt, sondern queere Themen im größeren, ostasiatischen und europäischen Rahmen verortet und thematisiert. Queer Studies und Studien zu sexuellen Minderheiten im deutschsprachigen Raum sind aus historischen Gründen stark eurozentrisch und wenn international, dann sehr auf das transatlantische Verhältnis und die Rezeption anglophoner Theorien beschränkt. Demgegenüber wollen wir von Deutschland und über Europa hinaus den Blick in Richtung Ostasien lenken und Entwicklungswege und Beziehungen erhellen sowie Dialoge initiieren, die auch zu einem besseren Verständnis Ostasiens und seiner transkulturellen Beziehungen zu Europa beitragen.

Deshalb haben wir uns als Genders & Sexualities: East Asia & Europe Network (GSN)zusammengeschlossen und im nächsten Schritt fünf thematische Panels im Bereich Queer East Asia auf folgenden Konferenzen organisiert: European Conference on Politics & Gender (Amsterdam, 4.-6. Juli 2019) und International Convention of Asia Scholars (Leiden, 16.-19. Juli 2019). Darüber hinaus waren wir 2018 auf dem Deutschsprachigen Japanologentag in Berlin (30. August) mit zwei sehr gut besuchten Panels präsent und haben ein weiteres Panel in Japan an der Universität Kyushu (22. Sept.) organisiert. Auch auf dem jährlich stattfindenden Gender-Workshop, der vorgelagert zur Jahrestagung der Vereinigung für Sozialwissenschaftliche Japanforschung (VSJF) in Berlin (22. und 23. November 2018) stattfand, konnten wir das Thema "Queer Japan" einbringen und diskutieren.

Das Symposium "Queerying Japan" im Juli 2018 hat als Auftaktveranstaltung einen Grundstein für weitere Forschung gelegt, in der 'queere' Fragen über sexuelle und genderbezogenen Aspekte hinausgehend intersektional verhandelt und transnational diskutiert werden. Ausgewählte Vorträge des Symposiums werden als Videos in der Mediathek der Heinrich-Heine-Universität bereitgestellt.

E. Scherer, T. Thelen

The series format renzoku terebi shōsetsu (serial television novel), also known as asadora, is regarded as a national institution in Japan. For generations, audiences have tuned into the state broadcaster NHK every morning to follow stories of female heroines that run for over half a year. Watching this series format is thus more than just pure entertainment: it has become a ritual that contributes to the structuring of everyday life and to defining what it means to be Japanese.

The content of asadora is often characterized by traditional values, providing an ideal image of Japanese family life and creating normative concepts of femininity and masculinity. In asadora, Japanese identity is often constructed through the incorporation of great national historical narratives, such as World War II or the reconstruction after defeat. This view of national history from the perspective of women is an important part of the Japanese culture of remembrance. Equally essential for identity construction in asadora, though, is a strong emphasis on the regional—which is used pars pro toto to negotiate national values. 

Due to digitization, advanced recording technology, and a diverse range of programs, it has become more difficult for TV stations to attract large audiences, and the concept of a ‘national’ audience has become questionable. At the same time, popular TV formats like asadora are widely discussed on social media, and their audiences actively participate in expanding the narrative world of these TV series. In addition, since the mid-2000s, the phenomenon of media-induced tourism has increasingly been discussed in research in Japan. In Japan, this kind of tourism already started with the early asadora of the 1960s, but recently local communities have been getting more and more involved in the production process and the marketing of media content. Some media producers also choose certain regions as locations for development or for charity reasons, as has been the case with the popular morning drama Amachan (2013), set in Tohoku after the Triple Disaster of 2011.

Despite its wide presence in Japanese culture and a notable reception throughout Asia, the asadora is a subject that is rarely dealt with in academia—particularly in English publications. This research project aims to shed light on the characteristics of this series format and on its implications for identity construction in Japan. 

Publications: 

Projektmitarbeiter:
Prof Dr. Harald Conrad (HHU), Associate Professor Dr. Hendrik Meyer-Ohle (National University of Singapore)

In terms of their talent pool or coordination of international activities, Japanese companies have in the past largely relied on Japanese nationals, either employed in headquarters or delegated as expatriates to overseas subsidiaries. However, since around 2010 we have been witnessing a new and distinct recruitment trend - the systematic hiring of foreign fresh university graduates into Japanese multinational enterprises' (MNEs) operations in Japan. In Japan, this trend has been termed 'internationalization from within' (uchinaru kokusaika). Our project, in collaboration with Associate Professor Hendrik Meyer-​Ohle from the National University of Singapore, has been looking at the meanings, objectives, challenges and lessons of this 'internationalization from within' Japanese companies and their human resources. Focussing on a number of perspectives, including the implications for the Japanese employment system, Japanese diversity management, and the Japanese migration system, we have published a number of academic articles in International Journal of Human Resource Management, Social Science Japan Journal and International Migration.

Moreover, as the new Japanese hiring trend has particular implications for Japanese Studies graduates, we are seeking to change the way in which we train and prepare Japanese Studies graduates for potential employment in Japan and have offered feedback to Japanese HR managers and career counsellors with a view to improve the employment situation and practices around foreign graduate employment in Japanese companies. Here is a recent three-​part article in Japanese, targeted at Japanese HR managers:
https://www.rosei.jp/jinjour/article.php?entry_no=74662

Projektmitarbeiter:
Prof Dr. Harald Conrad (HHU), Associate Professor Dr. Hendrik Meyer-Ohle (National University of Singapore)

The academic literature on the Japanese employment system and its human resource (HR) management practices has so far tended to focus on changes to key HR practices, such as long-​term employment or seniority-​based remuneration. This literature has contributed significantly to our understanding of how HR practices and other Japanese company practices are intertwined and constitute the 'Japanese firm'. However, far less attention has been paid to the question where such reforms are initiated, how decisions on HR reform are made and what kind of processes accompany such changes. While existing research suggests that Japanese HR departments remain very important due to their accumulation of and control over personal information and their involvement in the transfer and training of employees across functions, their changing institutional role and possible professionalization in initiating and managing HR initiatives has remained unclear.

The relevance of this question is highlighted by the fact that the western HR literature has been propagating a more strategic role of human resource departments, where human resource managers are close to the leadership of the company and involved in strategic decisions early and proactively. Human resource managers in the West see themselves increasingly as professional and specialist business partners, who proactively assist divisions in assessing needs and developing human resources. This role of the HR manager as a business partner is considered to require a skillset and grasp of the overall company that might exceed HR managers' largely operational understanding and thus puts them in some competition with or need for outside consultants. The emerging Western image of the HR manager contrasts with that of the traditional Japanese HR manager, who has often been trained as a generalist, working in the HR department only for a few years, while also developing skills in other parts of the firm.

The purpose of this research project, which is conducted in collaboration with Associate Professor Hendrik Meyer-​Ohle from the National University of Singapore, is it to clarify the changing role, understanding, and organization of Japanese HR departments in initiating and implementing HR innovations. We ask how the institutional role of human resource departments has changed in recent years, which factors have driven such changes, and to which extent human resource departments rely on or work with outside consultants and service providers.

Verantwortlichkeit: