Büchertisch

Hier finden Sie Buchpublikationen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.


Kottmann, Nora (2016): Heirat in Japan. Romantische und solidarische Beziehungswelten im Wandel. Wiesbaden: Springer VS.

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der stark problematisierten Veränderungen des Heiratsverhaltens untersucht Nora Kottmann die Bedeutung der Heirat für junge Erwachsene und deren Lebensentwürfe in Japan. Mittels einer qualitativen Interviewstudie zeigt sie einerseits die anhaltende Bedeutung der Heirat auf, andererseits legt sie jedoch auch ‚neue‘ Lebensentwürfe – basierend auf unterschiedlichen romantischen und solidarischen Beziehungsformen – offen. Erstmals beleuchtet die Autorin hierbei die von der bisherigen Forschung vernachlässigten Themenbereiche „Liebe“, „Partnerschaft“ und „Freundschaft“. Damit bietet sie einen umfassenden Einblick in die sich wandelnde Institution der Heirat und das dieser zugrunde liegende, in Veränderung begriffene Familien- und Gesellschaftssystem im Japan der Gegenwart.

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Mae, Michiko; Scherer, Elisabeth; Hülsmann, Katharina (Hg., 2016): Japanische Populärkultur und Gender. Ein Studienbuch. Wiesbaden: Springer VS.

Seit den 1990er Jahren erlebt die japanische Populärkultur einen weltweiten Boom und prägt das Bewusstsein und Verhalten, die Kommunikation und das Alltagsleben vieler junger Menschen. Sie öffnet Räume, in denen neue Geschlechterkonstellationen erprobt und mit neuen Lebensformen experimentiert werden kann. Inwiefern dieses Experimentieren mit Geschlechterrollen und der subversive Umgang mit Genderkonstellationen charakteristisch sind für Manga, Anime, TV-Serien, Cosplay, Tischrollenspiele oder Fanfiction, zeigen die Beiträge in diesem Band. Sie machen allerdings auch deutlich, wie sich die japanische Populärkultur am Massengeschmack orientiert und durch Konsumindustrie und Kommerz beeinflusst wird. Dadurch werden bestehende Geschlechterbilder reproduziert, die den Status quo bestätigen. Aber gerade in dieser Ambivalenz, in Brüchen und Widersprüchen zeigt sich, welches Potential die Analysen populärkultureller Produkte nicht nur für die Weiterentwicklung der Kultur- und Medienforschung, sondern auch der Genderforschung erschließen können.

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Spoden, Celia (2015): Über den Tod verfügen. Individuelle Bedeutungen und gesellschaftliche Wirklichkeiten von Patientenverfügungen in Japan. Bielefeld: transcript.

Wie werden Entscheidungen für eine Patientenverfügung in der Alltagswirklichkeit getroffen? Welche Bedeutungen schreiben die Verfasser ihren Patientenverfügungen zu? Diese Fragen untersucht Celia Spoden anhand narrativer Interviews mit Personen, die eine Patientenverfügungen verfasst haben. Sie zeichnet nach, wie durch neue, medizin-technische Entwicklungen ab den 1960er Jahren Sterben immer mehr ins gesellschaftliche Problembewusstsein rückte. Auch auf der individuellen Ebene zeigt sich dieses Problembewusstsein. 
Patientenverfügungen sind in der Alltagswirklichkeit weit mehr als Instrumente zum selbstbestimmten Sterben oder der Ausdruck einer medizinischen Entscheidungsfindung. Vielmehr stellen sie eine Gelegenheit zur Verarbeitung von Erfahrungen mit Krankheit und Tod und zur Selbstreflexion dar und ermöglichen Entscheidungen im Vorhinein zu treffen, um dem eigenen Selbstbild entsprechend zu sterben. Sie werden als Möglichkeit aufgefasst, Vorkehrungen für das soziale Umfeld zu treffen. Je nach sozialem Kontext, der bedacht wird, wird die Patientenverfügung als Stellvertreter gedeutet, soll die Angehörigen in schwierigen Entscheidungssituationen entlasten oder Konflikte am Sterbebett vermeiden und vor Fremdbestimmung schützen. 

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Mae, Michiko; Scherer, Elisabeth (Hg.) (2015): Japan-Pop without borders? Transkulturalität und Subkulturen in der japanischen Populärkultur. Düsseldorf: Düsseldorf Unversity Press.

Jugendliche als transkulturelle Grenzgänger, Subkulturen, die sich frei in digitalen Räumen entfalten – Populärkultur gilt als eine Sphäre der Vielfalt. Zugleich wird kaum etwas mehr diskutiert als Grenzen zwischen Hoch- und Massenkultur, Kunst und Pop, Mainstream und Subversion, globalen und lokalen Phänomenen. Die Aushandlung, Überschreitung und Auflösung dieser Grenzen sind Thema dieses Buches, in dem acht junge Japanologinnen und Japanologen verschiedene Bereiche der japanischen Populärkultur in den Fokus nehmen. Visual Kei, eine Musikrichtung, die von schriller Mode und einem alternativen Image lebt, ist fest in den kommerziellen Musikmarkt eingebettet. Die von jungen Frauen dominierte Subkultur der gyaru widersetzt sich klassischen japanischen Schönheitsidealen, hat aber längst schon Einfluss auf die Mainstream-Mode in Japan genommen. Der japanische Horror (J-Horror) ist ein Genre, dessen Unheimlichkeit auch ein Produkt transkultureller Austauschprozesse ist. Die Beiträge zeigen: Die japanische Populärkultur nimmt in ihrer großen Offenheit viele global zirkulierende kulturelle Elemente in sich auf. Zugleich regt sie Menschen aus aller Welt dazu an, aktiv zu partizipieren und eigene Kreationen hervorzubringen.

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Kottman, Nora; Malmede, Hans; Osawa, Stephanie; Ullmann, Katrin (Hg.) (2013): Familie – Jugend – Generation. Medienkulturwissenschaftliche und japanwissenschaftliche Perspektiven. Wiesbaden: Springer VS.

Der demographische Wandel hat in allen postindustriellen Gesellschaften unübersehbare ökonomische, kulturelle und soziale Folgen; sie zeigen sich nicht zuletzt in der Entgrenzung von Familie, Jugend(lichkeit) und Generation(alität). Begleitet von Verunsicherungen und Risiken, aber auch Chancen und Möglichkeiten werden familiäre Lebensformen, (Geschlechter-)Identitäten und Altersrollen neu ausgehandelt. Als Reaktion darauf deuten sich in globaler Perspektive diverse Anforderungen und Handlungsstrategien an. 

Dies nehmen die AutorInnen zum Anlass, Familie – Jugend – Generation im japanischen sowie europäischen/deutschen Kontext interdisziplinär zu betrachten und (mögliche) Veränderungen sowohl diskursiv als auch konkret lebensweltlich zu untersuchen.

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Mae, Michiko; Scherer, Elisabeth (Hg.) (2013): Nipponspiration. Japonismus und japanische Populärkultur im deutschsprachigen Raum. Köln: Böhlau.

Die japanische Populärkultur hat weltweit eine enorme Verbreitung gefunden und ist fester Bestandteil unseres Alltagslebens geworden. Hello Kitty, Pikachu und Co. haben ein Ausmaß kultureller Einflussnahme erreicht, das mit der Hokusai-Begeisterung zur Zeit des Japonismus um 1900 verglichen werden kann. Damals übernahm Gustav Klimt die ornamentale Gestaltung japanischer Holzschnitte für seine Frauenportraits, heute zeichnen junge Frauen in Deutschland Comics im Manga-Stil. Das Buch widmet sich dieser »Nipponspiration«, der Rezeption und kreativen Transformation japanischer Kultur im deutschsprachigen Raum.

In Bereichen wie Malerei, Gartenkunst, Film und Manga zeigt sich die Vielfalt der japanischen Einflüsse auf deutschsprachige Kulturschaffende von der Zeit der Jahrhundertwende bis heute. Das Buch macht deutlich: Japan bietet Künstler/innen nicht nur einen bloß exotischen Fluchtpunkt, sondern wird immer wieder zum Ideengeber für Innovationen und sogar Revolutionen in Kunst und Kultur.

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Hülsen-Esch, Andrea von; Seidler, Miriam; Tagsold, Christian (Hg.) (2013): Methoden der Alter(n)sforschung. Disziplinäre Positionen und transdisziplinäre Perspektiven. Bielefeld: Transcript.

In der Alter(n)sforschung ist nicht zuletzt vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung ein Anstieg der Forschungsbeiträge und ein breites Spektrum an Forschungsansätzen zu beobachten. Dabei tritt in den jüngsten disziplinübergreifenden Publikationen die Annahme hervor, dass die gesellschaftlichen Probleme von Seiten der Wissenschaft am besten mithilfe einer inter- und transdisziplinären Vorgehensweise in Angriff zu nehmen seien.

Entgegen diesem Trend fragt der Band dezidiert nach der methodischen Ausrichtung der einzelnen Disziplinen und konturiert damit die Ausgangsbasis für eine fachübergreifende Zusammenarbeit.

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Mae, Michiko; Saal, Britta (Hg.) (2013): Transkulturelle Genderforschung: Ein Studienbuch zum Verhältnis von Kultur und Geschlecht (2. Auflage). Wiesbaden: Springer VS.

Das Buch behandelt aus verschiedenen disziplinären und auf unterschiedliche Kulturen gerichteten Perspektiven die enge Verknüpfung der diskursiven Kategorien Kultur und Gender. Wenn in der heutigen Situation einer zunehmenden Globalisierung die Frage nach der ‚eigenen‘ Kultur in Abgrenzung zum kulturellen ‚Anderen‘ gestellt wird, kommt immer auch die Genderfrage zum Vorschein, weil die jeweilige Geschlechterordnung als eine Stütze der ‚eigenen‘ Kultur verstanden wird. Und wenn diese Geschlechterordnung in Frage gestellt wird, erscheint auch die kulturelle Identität als bedroht. Diese Verwobenheit gilt es als ein kulturübergreifendes Phänomen zu erkennen.

Expertinnen aus verschiedenen Disziplinen wie Literatur- und Kulturwissenschaften, Soziologie, Sozialanthropologie, Sinologie und Religionswissenschaft untersuchen die unterschiedlichen sozialen und kulturellen Bedingungen der Genderverhältnisse in neun Kulturkreisen; sie zeigen, wie das kulturell ‚Eigene‘ immer durch seinen Bezug auf das kulturell ‚Andere‘ geprägt wird. Durch diese Sichtbarmachung der grenzüberschreitenden Verflechtungen kann die transkulturelle Verfasstheit von Kultur zu einem neuen Bezugspunkt für die Genderforschung werden, und die Genderverhältnisse können aus ihrer Bindung an die Definitionsmacht einer spezifischen Kultur herausgelöst werden.

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Tagsold, Christian (2013): Japan: Ein Länderportrait. Berlin: Ch. Links Verlag.

Japan - kaum ein Land wirkt so exotisch und doch vertraut: Wir denken an ultraschnelle Züge, die vor majestätischer Fuji-Kulisse durch das Land rasen, an Tempel, Pagoden und modernste Technik. Oft wurde es als das völlig andere Land beschrieben, so fern von Europa und so fremd für Europäer; und dennoch ist Japan tief in unseren Alltag eingedrungen - sei es mit Elektronikgeräten, Autos oder dem weltweit gefragten Sushi. Die Tsunami-Katastrophe vom März 2011 hat wiederum verstörende Bilder zu uns gebracht.

Christian Tagsold zeigt ein Land, das vielschichtig und uns oft näher ist, als sich ahnen lässt. Er erzählt von der alternden Gesellschaft, dem langen Schatten des Zweiten Weltkriegs und dem oft nicht einfachen Leben nach dem großen Wirtschaftscrash vor zwei Jahrzehnten; von einem Land, das mehr ist als die stereotype Gegenüberstellung von Tradition und Moderne.

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Niehaus, Andreas; Tagsold, Christian (Hg.) (2012): Sport, Memory and Nationhood in Japan: Remembering the Glory Days. London: Routledge.

This book clarifies and verifies the role sport has as an alternative marker in understanding and mapping memory in Japan, by applying the concept of lieux de memoire (realms of memory) to sport in Japan. Japanese history and national construction have not been short of sports landmarks since the end of the nineteenth century. Western-style sports were introduced into Japan in order to modernize the country and develop a culture of consciousness about bodies resembling that of the Western world. Japan's modernization has been a process of embracing Western thought and culture while at the same time attempting to establish what distinguishes Japan from the West.

In this context, sports functioned as sites of contested identities and memories. The Olympics, baseball and soccer have produced memories in Japan, but so too have martial arts, which by their very name signify an attempt to create traditions beyond Western sports. Because modern sports form bodies of modern citizens and, at the same time, offer countless opportunities for competition with other nations, they provide an excellent ground for testing and contesting national identifications. By revealing some of the key realms of memory in the Japanese field of sports, this book shows how memories and counter-memories of (sport) moments, places, and heroes constitute an inventory for identity. This book was originally published as a special issue of Sport in Society.


Mae, Michiko; Scherer, Elisabeth (Hg.) (2011): Japan-Pop-Revolution. Neue Trends der japanischen Gesellschaft reflektiert in der Popkultur. Düsseldorf: Düsseldorf University Press.

Japan-Pop boomt: Auf der ganzen Welt konsumieren junge Menschen Manga, verkleiden sich wie japanische Fantasy-Helden und hören die Musik von androgynen „Visual-Kei“- Bands. Für die junge Generation in Japan ist die Populärkultur ein Mittel, ihre Lebenswelt zu reflektieren und ihr Lebensgefühl zum Ausdruck zu bringen. Medien wie Anime, Fernsehse- rien oder Computerspiel sagen viel über die Verfassung der japanischen Gesellschaft aus und sind deshalb zum Gegenstand ernsthafter Forschung geworden.

Elf Studierende unseres Fachs zeigen in diesem Band mit ihren Analysen, wie brisante gesellschaftliche Themen in der Populärkultur reflektiert werden: Multi- kulturalismus, Identitätsbildung, Homosexualität, häusliche Gewalt, das Leben in sozialer Isolation (hikikomori). Dabei offenbart sich ein subversives Potential, das im Denken und Fühlen junger Japaner/innen ‚revolutionäre’ Veränderungen bewirken könnte. Die elf Aufsätze in diesem Buch geben aufschlussreiche Einblicke in die heutige japanische Gesellschaft – nicht nur für Fans der japanischen Populärkultur.


Siep, Julia (2011): Nationalisierte Mütterlichkeit als Phänomen der Moderne: Frauenzeitschriften in Japan, Deutschland und Italien in den 1930er Jahren. München: Meidenbauer. 

Die Publikation „Nationalisierte Mütterlichkeit als Phänomen der Moderne“ von Julia Siep beschäftigt sich mit der Frage nach der Funktionalisierung von Mütterlichkeit zur Verwirklichung nationalistischer Ziele in drei exemplarisch ausgewählten Ländern, nämlich Japan, Deutschland und Italien in den 1930er Jahren.

Anhand drei exemplarisch ausgewählter Frauenzeitschriften werden die Argumentationsstrategien analysiert, die es ermöglichten, Mütterlichkeit im Kontext extrem nationalistischer Regimes als nationale und kulturelle Besonderheit zu legitimieren. Bei den untersuchten Zeitschriften handelt es sich um die Katei (Japan), die N.S. Frauen-Warte (Deutschland) und Il Giornale della Donna (Italien).

Diese kulturwissenschaftlich angelegte Arbeit trägt insgesamt dazu bei, Konstruktionsmechanismen bestimmter Genderstrukturen und deren Verbindung mit den Kategorien Nation/Nationalismus und Kultur in der Vorkriegszeit herauszuarbeiten, die auch prägend für die Jahre nach 1945 waren und deren Auswirkungen noch bis heute zu spüren sind.


Scherer, Elisabeth (2011): Spuk der Frauenseele. Weibliche Geister im japanischen Film und ihre kulturhistorischen Ursprünge. Bielefeld: Transcript.

Lange schwarze Haare, weiße Kleider, schlaff herabhängende Arme – die weiblichen Geister des japanischen Horrorfilms sind zu Prototypen des Unheimlichen avanciert, die weltweit kopiert werden. Doch woher stammen diese Wesen und was treibt sie an?

Elisabeth Scherer verfolgt in „Spuk der Frauenseele“ die Spur der Totengeister (yûrei) in der japanischen Kulturgeschichte und stößt dabei auf eine Fülle von Vorbildern u.a. aus Volkserzählungen, Kabuki-Stücken und Ukiyo-e. In der Analyse japanischer Geisterfilme zeigt sich ein dichtes Geflecht aus Überlieferungen und neueren Angstmotiven – wie etwa dem Verlust familiärer Strukturen, Gender-Konflikten und urbaner Vereinsamung.

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Schad-Seifert, Annette; Shimada, Shingo (Hg.) (2010): Demographic Change in Japan and the EU. Düsseldorf: Düsseldorf University Press.

This volume contains selected papers of the 2008 annual conference of the German Association for Social Science Research on Japan (Vereinigung für sozialwissenschaftliche Japanforschung e.V. VSJF). The academic meeting has addressed the issue of demographic change in Japan in comparison to the social developments of ageing in Germany and other member states of the European Union. The conference was organized by the Institute for Modern Japanese Studies at Heinrich-Heine-University of Duesseldorf and took place at the Mutter Haus in Kaiserswerth (an ancient part of Duesseldorf).

Speakers from Germany, England, Japan and the Netherlands presented their papers in four sessions on the topics Demographic Trends and Social Analysis, Family and Welfare Policies, Ageing Society and the Organization of Households and Demographic Change and the Economy. Central to all transnational and national studies on demographic change is the question of how societies can be reconstructed and be made adaptive to these changes in order to survive as solidarity communities. The authors of this volume attend to this question by discussing on recent trends of social and economic restructuring and giving insight into new research developments such as in the area of households and housing, family care work, medical insurance, robot technology or the employment sector.

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